Auftrag der Rovina + Partner AG: zwölf Vertikal- und zwei Schrägbohrungen zur Erkundung des Untergrunds für die geplante Dichtwand der Deponie Gamsenried. Die Dichtwand soll den Schadstoffeintrag ins Grundwasser des Rhonetals dauerhaft unterbinden.
Brig-Glis VS
Rovina + Partner AG
Studersond AG
4 Stück | ø 150 / 200 mm
20–40 m
Kontaminierter Lockergesteinsuntergrund (Flussschotter)
Entsanden, Kurzpumpversuche
Schrägbohrungen ab dem Rhonedamm bis unter die Rhone, unmittelbare Nähe Gleisbereich, Schutzanzugpflicht
Was ein Bohrverfahren an einem belasteten Standort leisten muss, zeigt sich in der Probenführung. Materialverschleppung und Querkontamination zwischen den Schichten dürfen nicht entstehen – weder durch Spülung noch durch Nachfall. STUBORE® verrohrt das Bohrloch laufend mit und verhindert so konstruktiv jede Umlagerung. Die gezielte Luftkühlung hält die Bohrlochtemperatur niedrig, was bei flüchtigen Schadstoffen wie CKW entscheidend ist. Zwölf Vertikalbohrungen und zwei Schrägbohrungen ab dem Rhonedamm – teils bis unter die Rhone – lieferten tiefengenaue, verwertbare Proben über die gesamte Teufe.
Vier Bohrungen wurden mit Piezometerrohren 3″ und 4″ ausgebaut, anschliessend entsandet und mit Pumpversuchen auf Durchlässigkeit geprüft. Die gewonnenen Daten bilden die hydrogeologische Grundlage für die Planung der 1,6 km langen Dichtwand.


