Deponiebohrungen für Gasbrunnen

Auftrag der Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises:

14 Gasbrunnen auf dem Deponiekörper der Zentraldeponie Kleinleifringhausen, um langanhaltende Methanemissionen gezielt zu erfassen.

Lüdenscheid, Deutschland

Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises GmbH

Studersond AG

14 Stück | ⌀ 200 mm und 150 mm

bis 45 m

Siedlungs- und Gewerbeabfälle

Gasbrunnen ⌀ 4"

Bewitterung der Bohrstellen mit Gebläse, Arbeiten im Anzug mit hinterlüftetem Helm, Betrieb einer Schwarz-Weiss-Anlage

Die Bohrungen durchquerten Siedlungs- und Gewerbeabfälle bis in 45 m Tiefe. Der Untergrund, welcher in Zusammensetzung und Konsistenz oft wechselt, stellt an konventionelle Bohrverfahren besondere Anforderungen.

In Siedlungsabfall versagen verdrängende oder rammende Verfahren regelmässig: Kunststoffe, Holzreste und textile Bestandteile verstopfen Kernfänger, reissen Proben aus dem Zusammenhang oder verursachen Kernverlust. STUBORE® arbeitet mit einer schneidenden Bohrkrone, die das Material kontrolliert löst und im Kernfänger fasst. Das ermöglicht tiefengerecht zuordenbare Proben auch in stark heterogenem Deponiegut. Für die zuverlässige Festlegung von Filterlagen und Dichtstrecken beim späteren Brunnenausbau stellt das eine wichtige Voraussetzung dar.

Die durchgehende Verrohrung stabilisierte das Bohrloch über die gesamte Tiefe und schuf die Grundlage für den lagegetreuen Einbau der 4″-HDPE-Filterrohre – ohne Nachfall oder ohne Versatz der Ausbaukomponenten.

Die Arbeiten erfolgten unter den für kontaminierte Bereiche geltenden Schutzmassnahmen: kontinuierliche Gebläsebewetterung der Bohrstellen, Schutzanzug und hinterlüfteter Helm für das gesamte Personal, Multigasmessung auf CH₄, H₂S, CO₂ und O₂.