Bohrungen für die Erkundung von Rutschhorizonten
Bohrgerät TL18geo im steilen Gelände

Seewen SZ, Februar 2026. Hangneigung über 30°, aufgeweichter Boden, wenig Platz – und trotzdem fünf Bohrungen bis in 40 m Tiefe.

Im Auftrag des Tiefbauamts Kanton Schwyz galt es, die Baugrundverhältnisse in einem rutschgefährdeten Hang zu erkunden.

 

Seewen SZ

Tiefbauamt Kanton Schwyz

Studersond AG

5 Stück | ⌀ 150 mm

2x 35 m und 3x 40 m

Moräneablagerungen, Rutschmasse

SPT, Einbau Inklinometerrohre

Steiles Gelände

In Moränenmaterial mit typischerweise heterogener Zusammenstellung entscheidet die Bohrmethode darüber, was am Ende im Kernfänger liegt. Die durchgehende Verrohrung hielt das Bohrloch über die gesamte Tiefe stabil. Materialnachfall wurde konstruktiv verhindert, die Abfolge blieb lückenlos dokumentierbar. Je nach anstehendem Material wurde drehend oder drehend-rammend gearbeitet, was den Austrag von Feinanteilen minimierte und die Schichtgrenzen klar erkennbar hielt.

Ergänzend zu den Bohrungen wurden SPT-Versuche durchgeführt. Die stabilen Bohrlochbedingungen ermöglichten eine eindeutige Tiefenzuordnung der Messergebnisse. Die Lagerungsdichte der Moräneablagerungen war damit zuverlässig bestimmbar.

Im Schutz der Verrohrung wurden anschliessend Inklinometerrohre eingebaut, um allfällige Rutschhorizonte im Hang künftig messtechnisch erfassen zu können.

Das kinematisch adaptive Fahrwerk der TL18geo erlaubte die direkte Aufstellung an den vorgesehenen Bohrpunkten ohne Geländeeingriffe und Umwege.